Staking und Masternodes

Staking bezeichnet das Halten von Coins einer Proof of Stake (POS)Kryptowährung in einer Staking Wallet zur Konsensfindung des Netzwerks, was je nach Kryptowährung durch Staking Rewards in der jeweiligen Kryptowährung belohnt wird. Dafür generieren Blockchains wie NEO, Ontology oder Theta einen separaten Token, sogenanntes Gas bzw. Fuel, das man zum Senden von Transaktionen benötigt. Proof of Work-basierte Kryptowährungen nutzen hingegen ihren eigenen Coin als Gas, weshalb man z.B. zum Senden von Tokens auf Ethereum immer etwas ETH in seiner Wallet halten sollte.

Je mehr Coins einer PoS-Blockchain man stakt, umso höher fallen die Renditen aus. Staking Rewards sind in den meisten Fällen niedriger als die Zinsen für Stablecoins durch Lending auf Plattformen wie Crypto.com* (6-10%), Celsius Network* (~4%) oder Nexo (8%), dafür aber umso risikoreicher durch die starke Preisvolatilität der Kryptowährung. Eine Anschaffung von PoS-Coins allein zum Staking ist daher unlukrativ(er). Staking ist nur in dafür vorgesehenen Wallets möglich. Einige Exchanges wie Binance unterstützen das Staking ausgewählter Coins und verteilen Staking Rewards proportional. Das kann gerade für aktives Staking hilfreich sein, bei dem man die Wallet offen und mit dem Internet verbunden halten muss, um Rewards zu bekommen. Die Kurse schwanken zu stark, als dass man von garantierten Renditen gemessen an Fiatwährungen sprechen könnte. Wer glaubt, nur für die täglichen Snapshots einen Staking Coin auf einer Börse halten zu können, zahlt mehr Handelsgebühren als er in Staking Rewards einnimmt.

Manche Projekte implementieren zusätzlich zum Proof of Stake-Konsensalgorithmus sogenannte Masternodes. Hierbei handelt es sich um eine gewisse Anzahl an Coins in einer  Wallet, die zusammen zu einer Validator Node berechtigen. Um eine Masternode zu betreiben, transferiert man eine gewisse Summe in eine Wallet, die als Full Node die gesamte Blockchain speichert und erstellt darin einen Key, mit dem man Transaktionen für das Netzwerk validieren kann. Hierfür wird oft ein virtueller Server mit beständiger Internetanbindung genutzt.

Dash Masternodes V2

Quelle: http://178.254.23.111

Mittlerweile gibt es hunderte von Kryptowährungen und damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, das große Los mit einer Masternode zu ziehen und eine heute noch günstige, später aber erfolgreiche Kryptowährung zu staken. Dennoch lässt sich durch eine Masternode ein paar Prozent in der jeweiligen Kryptowährung verdienen. Je höher das Return on Investment (RoI) ausfällt, umso höher ist die Inflation und der Coin wird vermutlich kontinuierlich an Wert verlieren, da mehr Leute den Coin verdienen und verkaufen müssen, um die Serverkosten zu bezahlen, wie es auch die Miner von und mit Bitcoin tun.

Masternodes gibt es in jeder Preisklasse. Die Kosten einer Masternode bedeuten nicht zwangsweise eine gute oder schlechte Kryptowährung. Man sollte aber wissen: Eine teure Masternode ist potentiell „zuverlässiger“, die Fallhöhe zum Beispiel bei einem Fehler im Code aber natürlich eklatant. Wichtig ist vor allem das Handelsvolumen: Coins, die kaum aktiv gehandelt werden, sind meistens nutzlos. Eine Übersicht findest du auf masternodes.online und masternodes.pro. Die YouTuber Altcoin Buzz haben ein Tutorial für Einsteiger parat. Es kann sich lohnen, einen günstigen Server z.B. Ubuntu vServer mit statischer externer IP-Adresse zu mieten. Cloud- bzw. Root-Server sind vollwertige, dedizierte Rechner und nicht nur Instanzen eines virtualisierten Systems. Auf HostTest und WebhosterWissen findest du einen Vergleich der besten deutschen Hosting-Anbieter, teilweise mit Ökostrom. Wem das zu kompliziert ist, der kann auch einen kostenpflichtigen Masternode-Service wie AllNodes beauftragen.

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