Daten – die Währung von morgen

Im Zeitalter des Internet of Things wird in vielfacher Hinsicht ein umfassendes Ineinandergreifen aller vernetzten Geräte gefordert. Zurzeit setzen noch viele Hersteller auf eigene, proprietäre Lösungen. Tech-Giganten wie Facebook und Google bieten eine immer größere, systemübergreifende Vernetzung ihrer Dienste. Apple hat sogar ein gewaltiges Ökosystem aus Hard-, Software und Diensten geschaffen, um den Nutzer für immer an seine Apple ID zu binden.

Der Nachteil bei diesen Dienstanbietern ist die Verarbeitung und Speicherung von persönlichen Daten auf zentralen Servern zum Zwecke der Produktoptimierung. Was sich hübsch anhört, führt dazu, dass die börsennotierten Konzerne auf Druck der Aktionäre das Angebot immer weiter für die Kunden personalisieren. Die dabei entstehende Flut an Daten aller Firmendienste ebnen den Weg einer umfassenden Analyse, die durch künstliche Intelligenz in Zukunft noch detailliertere Nutzerprofile liefern wird. So wird man nicht nur gläsern, sondern auch abhängig. Bequemlichkeit hat seinen Preis. Damit geht auch einher, dass Algorithmen von Facebook bestimmen, welche Nachrichten du liest, welche Filme du dank Prime (kostenfrei) schaust, welchen Job du über Googles neue Jobsuche findest und vielleicht sogar welche Partei du aufgrund der dir eingeblendeten Wahlwerbung wählst.

Wo Daten erhoben werden, ist Datenmissbrauch nicht fern: Die Menschen der Zukunft können von der Wiege an durchleuchtet und klassifiziert werden. Anonymität gehört der Vergangenheit an. Heute wird die Basis für die Erhebung und Verwendung von Daten gelegt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass selbst große Plattformen wie Yahoo, eBay, Sony oder LinkedIn keine Datensicherheit garantieren können. Je mehr Daten zentral gespeichert werden, desto attraktiver wird ein Unternehmen für Hackerangriffe.

Denke beim Nachrichtenschreiben und Fotografieren also immer daran: Daten, die nicht existieren, können auch nicht gestohlen oder missbraucht werden. The Fappening hat gezeigt, dass sowohl Smartphones als auch die meisten Cloud-Speicher kein Tresor für deine Daten sind und es jeden treffen kann! Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ist daher genauso wichtig und lästig wie ein Fahrradhelm.

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